Andalusien

Landschaftlich schön und kulturell interessant

Alhambra von Granada
Alhambra von Granada

Andalusien gilt allgemein als der landschaftlich schönste und kulturell interessanteste Teil Spaniens. Seinen Namen erhielt Andalusien von den Arabern, die einige hundert Jahre die iberische Halbinsel beherrschten und in “Al-Andaluz” zahlreiche Kulturdenkmäler von internationalem Rang hinterlassen haben.

So hatte Cordoba zu seiner Blütezeit mehr Einwohner, als London, und Kunst und Wissenschaft blühten in der kosmopolitischen Atmosphäre Cordobas auf. An die Mauren erinnert heute noch die Alhambra von Granada, das letzte Bollwerk der Araber in Spanien. Erst 1492 übergab Boabdil, der Fürst von Granada die Stadt an die “Reys Catholicos”, an Ferdinand von Aragon und Isabella von Kastilien. Bei der Belagerung hielt sich auch ein Genueser, ein gewisser Signore Colombo auf, dem es gelang, Isabella als Fürsprecherin für sein ehrgeiziges Projekt eines Seewegs nach Indien zu gewinnen.

Für jeden, der Flamenco liebt, ist Granada ein wahres El Dorado. Hemingway, der Andalusienliebhaber, bezeichnete die Zigeunerhöhlen rund um Granada als eine Touristenfalle und großen Schwindel, doch wer sich einmal in den Cafes und Kneipen Andalusiens jemals Flamenco von goldbehangenen Zigeunern hat vorspielen lassen, wird davon sicher in seinen Bann geschlagen.

Kathedrale in Sevilla
Kathedrale in Sevilla

Die Stadt Sevilla hat schon immer Künstler inspiriert. Bizets Carmen und Rossinis Barbier von Sevilla spielen in dieser Stadt. Sevilla war der Hauptausfuhrhafen Spaniens und ein Sammelbecken abenteuerlicher Gestalten, denen nicht selten der Boden in Spanien zu heiß wurde, so dass sie über Sevilla in die spanischen Kolonien flohen.

Am meisten ist in Sevilla los während der Fiesta in der Semana Santa, der heiligen Osterwoche. Zehntausende von Gästen und Besuchern kommen dann in malerischen Volkstrachten in die Stadt, wo es während der Fiesta ständig Musik und Tanz gibt. Die Kathedrale Sevillas wird von vielen Kennern für die schönste Spaniens gehalten, und ihr berühmter Turm, die Giralda, ist ein Wahrzeichen der Stadt. Der Alcazar ist die alte maurische Königsburg, die von den christlichen Königen als Residenz genutzt wurde. Hier bekamen u.a. Magellan und Balboa die Aufträge für ihre Expeditionen.

Sevilla gilt auch als Hochburg des Stierkampfs, und wer sich dafür interessiert, dem sei das Stierkampfmuseum empfohlen. In der Zeit zwischen April und Oktober haben Andalusienreisende vielerorts Gelegenheit, Stierkämpfe zu Pferde oder zu Fuß zu sehen. In der Welt des Stierkampfs unterscheidet man zwischen dem malerischen, anmutigen Stil Sevillas und dem strengen, dramatischen von Ronda.

Ronda
Ronda

Die Stadt Ronda verdient als Geheimtipp unbedingt eine Erwähnung, denn Ronda schlug schon “Papa” Hemingway in seinen Bann, der Ronda in seinem Roman “Wem die Stunde schlägt” ein Monument gesetzt hat. Die Freischärlerin Pilar erzählt dem Amerikaner Robert Jordan wie die Guardia Civil und die örtlichen Faschisten massakriert und in eine Schlucht geworfen werden.

Die Beschreibung passt genau auf Ronda, und ein Matador aus dieser Stadt Antonio Ordonez war es, der Hemingway 1959 noch einmal in Francos Spanien und zum Stierkampf zurückführte. Hemingway wurde übrigens gemeinsam mit Ordonez mit einer Ehrenmedaille Rondas geehrt. Hemingway hat seine letzte Spanienreise in einem Buch “Gefährlicher Sommer” beschrieben, dass aus seinem Nachlass veröffentlicht wurde. In den 50ern und 60ern fühlte sich auch die Hollywooddiva Ava Gardner in Andalusien heimisch, die ein Haus in Ronda besaß und einige Jahre dort wohnte.

Andalusien - die Gegenwart

1992 war das große spanische Jahr mit der Austragung der olympischen Spiele und der 500 – Jahrfeier der Entdeckung Amerikas. Auch Andalusien hatte seinen Anteil daran und richtete die EXPO in Sevilla aus. In dieser Zeit wurden etwa eine halbe Milliarde Euro investiert, um die Infrastruktur zu verbessern. Dazu zählen vor allem neue Autobahnen und die Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke nach Madrid. Dennoch wird bis heute die wirtschaftliche Situation in Andalusien vom landwirtschaftlichen Sektor bestimmt. Hinzu kommen Einnahmen aus dem Fischfang. Zunehmend jedoch entstehen immer mehr Arbeitsplätze im Tourismus. Die Costa del Sol als Spaniens Lieblings-Zielgebiet hat viele neue Jobs im Hotel- und Gaststättengewerbe ermöglicht. Hier dauert die Saison nicht nur von Mai bis Oktober, sondern fast das ganze Jahr – ein enormer Standortvorteil von Spanien.

Zu den beliebtesten Städten zählt natürlich Marbella, die Stadt der Reichen und Schönen. Hier findet man den elegantesten Hafen weit und breit. Im historischen Zentrum haben sich die Lokale und die Shops allerdings total ihrer wohlhabenden Kundschaft angepasst. Besonders angesagt ist dort auch der Erwerb von Golfimmobilien.

In Malaga findet man zahlreiche Sehenswürdigkeiten aus maurischer Zeit. Auch Nerja ist bei den Touristen aufgrund seiner Tropfsteinhöhlen sehr beliebt. Hier bietet das Restaurant Rey Alfonso direkt unterhalb des Balcon de Europa eine phantastische Aussicht. In Malaga, der Heimatstadt Picassos befindet sich ein Museum mit über 200 Werken des großen Meisters. In dem dortigen Weinlokal Bodega Antigua Casa Guardia scheint allerdings die Zeit stehen geblieben zu sein. Diese Vielfalt, gepaart mit dem traumhaften Klima weckt in vielen Touristen den Wunsch, eine Immobilie in Andalusien zu erwerben. Als Ferienhaus oder gar als Zweitwohnsitz fürs Alter sind diese Überlegungen wirtschaftlich empfehlenswert.

Hier stimmt das Preis-Leistungsverhältnis.